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Coffee tree blossom with white color flower
Kaffeeblüte

Nur wenige wissen, dass die Blüten des Kaffeestrauchs einen betörenden Jasmin-Duft verströmen. Obwohl sie nicht auf Bestäubung durch Insekten angewiesen sind, erzielen sie bei einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt bessere Ernten.

Kaffeesträucher blühen häufig nach der Regenzeit und können, je nach Witterungsbedingungen, bis zu dreimal im Jahr blühen. Daher können auf den Sträuchern manchmal gleichzeitig Blüten, unreife und reife Früchte zu finden sein.

Kaffeekirsche

Nach der Blüte entwickelt sich die Frucht, die als Kaffeekirsche bekannt ist. Zu Beginn ist sie grün, ähnlich einer Olive. Im Reifeprozess wechselt die Farbe von einem kräftigen Gelb zu einem leuchtenden Rot, wenn sie vollständig gereift ist. Das süßlich schmeckende Fruchtfleisch dient vielen Tieren als Nahrung, darunter auch Schleichkatzen.

In der reifen Frucht befinden sich normalerweise zwei Kaffeebohnen, die wie ein Kirschkern an der abgeflachten Seite der Frucht zueinander liegen, als Samen.

Trocknung

Nach der Ernte wird die Kaffeekirsche in der Regel "entpulpt", wobei das Fruchtfleisch von den Bohnen getrennt wird. Anschließend wird Arabica-Kaffee oft "nass" verarbeitet, was bedeutet, dass er für mehrere Stunden in Wasserbecken fermentiert wird. Danach erfolgt der Trocknungsprozess entweder auf Betonfeldern oder in belüfteten Hallen. Der fertige Kaffee wird dann noch nach Bohnengröße auf Rüttelschienen sortiert und in Säcke verpackt, bevor er versandfertig ist.

ARABICA - coffea arabica

Die Arabica-Pflanze (Coffea arabica) gilt als die hochwertigere und aromatischere der beiden weltweit dominierenden Kaffeesorten. Sie gedeiht bevorzugt in höheren Lagen zwischen 900 und 2.000 m Seehöhe, wo kühlere Temperaturen zwischen 15 °C und 24 °C herrschen. Diese klimatischen Bedingungen führen zu einem langsameren Reifeprozess der Kirschen, was eine feinere Ausprägung der Aromen begünstigt.

Der Arabica-Strauch ist ein mittelgroßer Busch mit kräftigem, verzweigtem Wuchs und dunkelgrünen, länglich-ovalen Blättern. Seine weiße Blüte, die sich meist büschelweise entlang der Äste zeigt, verströmt einen intensiven, jasminähnlichen Duft. Die Blütezeit richtet sich nach der ersten Regenperiode des Jahres. Bemerkenswert ist, dass an einem Strauch gleichzeitig Blüten, grüne und reife Kirschen zu finden sein können – ein Zeichen für die komplexe Entwicklung der Pflanze.

Die Kirschen reifen in etwa 6 bis 8 Monaten heran. Im reifen Zustand sind sie hell- bis dunkelrot, etwa 15 mm groß und enthalten in der Regel zwei flache, längliche Bohnen mit charakteristisch geschwungener Schnittlinie. Die Frucht ist von einem süßlichen, weichen Fruchtfleisch umgeben, das von einer festen, glänzenden Schale eingeschlossen wird. In seltenen Fällen entwickelt sich nur eine einzelne, rundlichere Bohne – diese wird als Perlbohne (engl. peaberry) bezeichnet.

Die Arabica-Bohnen sind in der Rohform meist grün bis bläulich gefärbt und größer als Robusta-Bohnen. Arabica enthält weniger Koffein – etwa halb so viel wie Robusta – dafür aber deutlich mehr feine Aromastoffe. Die Pflanze ist empfindlich gegenüber Frost, Schädlingen und Krankheiten, was ihren Anbau aufwendiger und risikoreicher macht. Dennoch gilt sie aufgrund ihres komplexen Geschmacksprofils als bevorzugte Sorte in der Spezialitätenkaffee-Szene.

Die Ertragsdauer beginnt meist nach drei bis vier Jahren und kann – abhängig von Anbauhöhe, Klima und Pflege – bis zu 30 Jahre betragen. Für ein gesundes Wachstum benötigt die Arabica-Pflanze durchschnittlich 1.200–1.500 mm Niederschlag pro Jahr, verteilt über mehrere Monate. Aufgrund ihrer Anfälligkeit und ihres anspruchsvollen Charakters ist Arabica im Anbau zwar herausfordernder, liefert jedoch geschmacklich besonders nuancenreiche und ausgewogene Kaffees mit floralen, fruchtigen oder schokoladigen Noten.

ROBUSTA - coffea canephora

Die Robusta-Pflanze (Coffea canephora) gilt als die widerstandsfähigere und pflegeleichtere Variante unter den beiden wichtigsten Kaffeesorten. Im Gegensatz zur empfindlicheren Arabica gedeiht Robusta auch in tieferen Lagen – typischerweise zwischen 200 und 300 m Seehöhe – und kommt mit deutlich höheren Temperaturen zurecht. Temperaturen von 24 °C bis 29 °C gelten als ideal, kurzzeitig übersteht die Pflanze auch über 30 °C ohne Schäden. Ihre Flachwurzeln und die Vorliebe für feuchte, warme Böden machen sie besonders anpassungsfähig – vor allem in Regionen mit tropischem Klima und unregelmäßigen Niederschlägen.

Ein zentrales Merkmal der Robusta ist ihre Resistenz: Sie ist deutlich unempfindlicher gegenüber Krankheiten wie dem Kaffeerost sowie gegen viele Schädlinge. Diese Robustheit schlägt sich auch in der Kultivierung nieder – insbesondere in West- und Zentralafrika sowie in Südostasien, wo sie großflächig angebaut wird. Länder wie Vietnam (der weltweit größte Robusta-Produzent), Indonesien, Indien oder Uganda zählen zu den wichtigsten Ursprungsländern.

 

Die Bohnen der Robusta-Pflanze unterscheiden sich deutlich von Arabica: Sie sind kleiner, rundlicher und wirken insgesamt kompakter. Charakteristisch ist die meist gerade, leicht eingesunkene Bohnennaht. Die Farbe der rohen Bohne reicht von gräulich-grün bis bräunlich, oft heller als Arabica-Bohnen. Besonders auffällig ist der höhere Koffeingehalt – Robusta enthält etwa doppelt so viel Koffein wie Arabica. Das macht sie nicht nur wachmachender, sondern auch widerstandsfähiger gegenüber natürlichen Fressfeinden.

 

Geschmacklich bringt Robusta eine ganz eigene Note mit: Erdig, nussig, manchmal leicht holzig mit geringerer Säure und oft einer kräftigen, bitteren Tiefe. In Espressoblends sorgt Robusta für mehr Körper, stabile Crema und einen langanhaltenden Nachgeschmack – Eigenschaften, die besonders in der italienischen Rösttradition geschätzt werden.

 

Obwohl Arabica geschmacklich komplexer und vielseitiger sein kann, hat Robusta ihre ganz eigene Rolle in der Welt des Kaffees – insbesondere dort, wo Intensität, Koffein und Beständigkeit im Vordergrund stehen.

Coffee tree blossom with white color flower
Kaffeeblüte

Nur wenige wissen, dass die Blüten des Kaffeestrauchs einen betörenden Jasmin-Duft verströmen. Obwohl sie nicht auf Bestäubung durch Insekten angewiesen sind, erzielen sie bei einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt bessere Ernten.

Kaffeesträucher blühen häufig nach der Regenzeit und können, je nach Witterungsbedingungen, bis zu dreimal im Jahr blühen. Daher können auf den Sträuchern manchmal gleichzeitig Blüten, unreife und reife Früchte zu finden sein.

Kaffeekirsche

Nach der Blüte entwickelt sich die Frucht, die als Kaffeekirsche bekannt ist. Zu Beginn ist sie grün, ähnlich einer Olive. Im Reifeprozess wechselt die Farbe von einem kräftigen Gelb zu einem leuchtenden Rot, wenn sie vollständig gereift ist. Das süßlich schmeckende Fruchtfleisch dient vielen Tieren als Nahrung, darunter auch Schleichkatzen.

In der reifen Frucht befinden sich normalerweise zwei Kaffeebohnen, die wie ein Kirschkern an der abgeflachten Seite der Frucht zueinander liegen, als Samen.

Trocknung

Nach der Ernte wird die Kaffeekirsche in der Regel "entpulpt", wobei das Fruchtfleisch von den Bohnen getrennt wird. Anschließend wird Arabica-Kaffee oft "nass" verarbeitet, was bedeutet, dass er für mehrere Stunden in Wasserbecken fermentiert wird. Danach erfolgt der Trocknungsprozess entweder auf Betonfeldern oder in belüfteten Hallen. Der fertige Kaffee wird dann noch nach Bohnengröße auf Rüttelschienen sortiert und in Säcke verpackt, bevor er versandfertig ist.

ARABICA - coffea arabica

Die Arabica-Pflanze (Coffea arabica) gilt als die hochwertigere und aromatischere der beiden weltweit dominierenden Kaffeesorten. Sie gedeiht bevorzugt in höheren Lagen zwischen 900 und 2.000 m Seehöhe, wo kühlere Temperaturen zwischen 15 °C und 24 °C herrschen. Diese klimatischen Bedingungen führen zu einem langsameren Reifeprozess der Kirschen, was eine feinere Ausprägung der Aromen begünstigt.

Der Arabica-Strauch ist ein mittelgroßer Busch mit kräftigem, verzweigtem Wuchs und dunkelgrünen, länglich-ovalen Blättern. Seine weiße Blüte, die sich meist büschelweise entlang der Äste zeigt, verströmt einen intensiven, jasminähnlichen Duft. Die Blütezeit richtet sich nach der ersten Regenperiode des Jahres. Bemerkenswert ist, dass an einem Strauch gleichzeitig Blüten, grüne und reife Kirschen zu finden sein können – ein Zeichen für die komplexe Entwicklung der Pflanze.

Die Kirschen reifen in etwa 6 bis 8 Monaten heran. Im reifen Zustand sind sie hell- bis dunkelrot, etwa 15 mm groß und enthalten in der Regel zwei flache, längliche Bohnen mit charakteristisch geschwungener Schnittlinie. Die Frucht ist von einem süßlichen, weichen Fruchtfleisch umgeben, das von einer festen, glänzenden Schale eingeschlossen wird. In seltenen Fällen entwickelt sich nur eine einzelne, rundlichere Bohne – diese wird als Perlbohne (engl. peaberry) bezeichnet.

Die Arabica-Bohnen sind in der Rohform meist grün bis bläulich gefärbt und größer als Robusta-Bohnen. Arabica enthält weniger Koffein – etwa halb so viel wie Robusta – dafür aber deutlich mehr feine Aromastoffe. Die Pflanze ist empfindlich gegenüber Frost, Schädlingen und Krankheiten, was ihren Anbau aufwendiger und risikoreicher macht. Dennoch gilt sie aufgrund ihres komplexen Geschmacksprofils als bevorzugte Sorte in der Spezialitätenkaffee-Szene.

Die Ertragsdauer beginnt meist nach drei bis vier Jahren und kann – abhängig von Anbauhöhe, Klima und Pflege – bis zu 30 Jahre betragen. Für ein gesundes Wachstum benötigt die Arabica-Pflanze durchschnittlich 1.200–1.500 mm Niederschlag pro Jahr, verteilt über mehrere Monate. Aufgrund ihrer Anfälligkeit und ihres anspruchsvollen Charakters ist Arabica im Anbau zwar herausfordernder, liefert jedoch geschmacklich besonders nuancenreiche und ausgewogene Kaffees mit floralen, fruchtigen oder schokoladigen Noten.

ROBUSTA - coffea canephora

Die Robusta-Pflanze (Coffea canephora) gilt als die widerstandsfähigere und pflegeleichtere Variante unter den beiden wichtigsten Kaffeesorten. Im Gegensatz zur empfindlicheren Arabica gedeiht Robusta auch in tieferen Lagen – typischerweise zwischen 200 und 300 m Seehöhe – und kommt mit deutlich höheren Temperaturen zurecht. Temperaturen von 24 °C bis 29 °C gelten als ideal, kurzzeitig übersteht die Pflanze auch über 30 °C ohne Schäden. Ihre Flachwurzeln und die Vorliebe für feuchte, warme Böden machen sie besonders anpassungsfähig – vor allem in Regionen mit tropischem Klima und unregelmäßigen Niederschlägen.

Ein zentrales Merkmal der Robusta ist ihre Resistenz: Sie ist deutlich unempfindlicher gegenüber Krankheiten wie dem Kaffeerost sowie gegen viele Schädlinge. Diese Robustheit schlägt sich auch in der Kultivierung nieder – insbesondere in West- und Zentralafrika sowie in Südostasien, wo sie großflächig angebaut wird. Länder wie Vietnam (der weltweit größte Robusta-Produzent), Indonesien, Indien oder Uganda zählen zu den wichtigsten Ursprungsländern.

Die Bohnen der Robusta-Pflanze unterscheiden sich deutlich von Arabica: Sie sind kleiner, rundlicher und wirken insgesamt kompakter. Charakteristisch ist die meist gerade, leicht eingesunkene Bohnennaht. Die Farbe der rohen Bohne reicht von gräulich-grün bis bräunlich, oft heller als Arabica-Bohnen. Besonders auffällig ist der höhere Koffeingehalt – Robusta enthält etwa doppelt so viel Koffein wie Arabica. Das macht sie nicht nur wachmachender, sondern auch widerstandsfähiger gegenüber natürlichen Fressfeinden.

Geschmacklich bringt Robusta eine ganz eigene Note mit: Erdig, nussig, manchmal leicht holzig mit geringerer Säure und oft einer kräftigen, bitteren Tiefe. In Espressoblends sorgt Robusta für mehr Körper, stabile Crema und einen langanhaltenden Nachgeschmack – Eigenschaften, die besonders in der italienischen Rösttradition geschätzt werden.

Obwohl Arabica geschmacklich komplexer und vielseitiger sein kann, hat Robusta ihre ganz eigene Rolle in der Welt des Kaffees – insbesondere dort, wo Intensität, Koffein und Beständigkeit im Vordergrund stehen.

Erntemethoden

Die Ernte variiert je nach Anbaugebiet von September bis Dezember etwa in Äthiopien oder April / Mai in Brasilien. Je nach Plantage und Gebiet gestaltet sich gerade bei Arabica Pflanzen die Ernte aufwendig, da bei Hochlandsorten die Plantagen meist steil und nur schwierig über Lehmstraßen zu erreichen sind. Die Pflücker ernten händisch nach zwei Methoden:

  • Picking (pflücken) oder
  • Stripping (abstreifen)

Die selektive Pflückmethode ist natürlich kostenintensiver und erfolgt in mehreren Durchgängen in Abständen von 8 bis 10 Tagen. Ein durchschnittlicher Pflücker erntet 50 bis 100 kg Kirschen täglich. Davon sind jedoch nur etwa 20 % das Gewicht der Kaffeebohnen. Somit muss ein Pflücker drei bis sechs Tage harte Arbeit leisten bis ein Standardack von 60 kg für den Export gefüllt ist.

 

Dieser kostenintensivere Erntevorgang rentiert sich nur bei qualitativ hochwertigen Arabica Sorten die nach der Ernte naß aufbereitet werden. 

Bei der schnelleren und günstigeren Methode des Abstreifens wird die gesamte Ernte einer Plantage in einem Vorgang geerntet. In einigen Gebieten sind bereits Pflückmaschinen im Einsatz, die jedoch einen Pflanzabstand der Kulturen voraussetzten und durch das Abschütteln von Kirschen und Blättern auch aussortieren notwendig machen.

Mocca Brasil - specialty coffee roastery - Vienna Austria
Weiterverarbeitung im Anbauland

Die Weiterverarbeitung der geernteten Kaffeekirschen erfolgt wiederum in zwei weltweit 
gebräuchlichen Vorgängen die direkt im Anbaugebiet durchgeführt werden:

 

Bei der trockenen Aufbereitung werden die geernteten Kirschen auf Trockenfeldern möglichst in der Sonne auf Matten oder 
Betonflächen ausgebreitet. Die Kirschen werden regelmäßig durchgeharkt um eine Gärung und Fermentierung zu verhindern. 

Meist werden die Felder über Nacht abgedeckt oder bei beginnenden Regenfällen  sofort geschützt. Nach etwa 4 Wochen ist der Feuchtigkeitsgehalt der Kirsche drastisch gesunken und die Kirschen haben sich braun verfärbt. Nach der Trockenzeit werden die Kaffeebohnen von dem vertrocknetem Fruchtfleisch maschinell getrennt und noch eine Zeitlang in Silos gelagert.

Die nasse Aufbereitung ist vom Aufwand her bedeutend größer, kann jedoch die Qualität der Bohnen viel besser zur Geltung bringen. Bei der naßen Aufbereitung wird das Fruchtfleisch gleich nach der Ernte mit Hilfe eines Pulpers entfernt, der den 
Früchten das Fruchtfleisch abgequetscht.

 

Als nächste Station ist die Fermentation oder Gärung um mit Hilfe von Enzymen die klebrige Restschicht um die Kaffeebohnen zu entfernen. 
Etwa 12 bis 36 Stunden verbleiben die Bohnen in diesem Becken um danach wie kleine Kieselsteine gespült zu werden. 

Jetzt wird die Feuchtigkeit der gewaschenen Kaffeebohnen, die noch immer die Pergamenthaut besitzen je nach Plantage auf Trockentischen, 
Betonfeldern oder in Trockenmaschinen von etwa 50% auf 11% reduziert. 

Vor dem Export des Kaffees wird dieser noch geschält, d.h. von der Pergamenthaut befreit und damit haltbar gemacht. Im Anschluß werden die Bohnen noch poliert und über Rüttelschienen nach Größe sortiert. Meist findet vor der Verschiffung noch eine händische Selektion statt. 

Die meisten Rohkaffees werden in Jute oder Sisalsäcke zu je 60 kg abgefüllt und in Containern über den Seeweg in die ganze Welt verschifft.

Kopi Luwak oder Katzenkaffee

Die Bezeichnung Kopi Luwak stammt aus Indonesien und bedeutet Kopi = Kaffee und Luwak = Musang Luwak (Fleckenmusang); also Katzenkaffee.

Die Schleichkatze ernährt sich hauptsächlich von Kaffeekischen, wobei die Tiere nur das Fruchtfleisch verdauen und die beiden Bohnen geschält und fermentiert wieder ausscheiden.

Da die Musangs als Katzentieren immer wieder die selben Stellen als Katzenklo benutzen können Einheimische die Ausscheidungen leicht aufsammeln.

Nur der Experte kann diesen Rohkaffee von anderen unterscheiden, aber unter dem Mikroskop werden Krater sichtbar, die offenbar von Verdauungsenzymen des nachtaktiven, wieselähnlichen Baumbewohners herrühren.

Bei genauen Armoanalysen fand man heraus, dass das Ergenis nicht immer gleich ist und von vielen Faktoren abhängt. Unter anderen die Dauer, in der die Kaffeekirsche am Waldboden gelegen hat.

Die hohe Nachfrage am Weltmarkt verleitet die Indonesier die Katzen zu fangen und in legebatterieähnlichen Farmen zu halten und mit Kaffeekirschen zu füttern. Die Tiere verenden jedoch auf Grund einseitiger Ernährung nach kurzer Zeit qualvoll.

Es ist somit fraglich, ob man das durch den Kauf solcher "Spezialitäten" unterstützen will.

 

Dieses Video stammt von PETA; People for the Ethical Treatment of Animals, abgekürzt PETA.

Übrigens an einer chemischen Nachahmung des Darmsekretes wird bereits geforscht.

 

In unserem Haus gilt folgende strenge Regel:

NEIN zu Tierquälerei - NEIN zu Kopi Luwak!

Ursprung und Geschichte einer kleinen Bohne

Äthiopien als Urspring - Kaldi und seine Ziegenherde:

Es ranken sich sehr viele Geschichten um die Entdeckung des energiegeladenen Frucht Kaffee aber die wohl schönste Überlieferung handelt von dem Hirten Kaldi, der täglich seine Ziegen auf den äthiopischen Bergpfaden zu fressbaren Grün führte. Eines Tages als Kaldi seinen Heimweg antreten wollte konnte er trotz mehrmaligen Rufen seine Ziegen nicht heranholen. So beschloss er nach Ihnen Ausschau zu halten und fand diese wie wild hüpfend um einen Strauch mit dicken dunkelgrünen Blättern tief versteckt und geschützt im Dunkel des Blätterdaches im äthiopischen Regenwald. Die Ziegen kauten die Blätter und Kaldi tat es Ihnen gleich als er die angenehm belebende Wirkung spürte. Zuerst dachte Kaldi es sei Gift welches in den Blättern der Pflanze war, doch als er die dunkelroten Kirschen des Strauches kostete schmeckten diese süßlich mild. Die Kerne konnte er nicht zerkauen, doch die Wirkung der Blätter und Fruchthüllen auf den Ziegenhirten war belebend und er hatte das Gefühl nie wieder müde oder griesgrämig zu sein. 

 

Priester und ein Getränk namens "Bunn" - über den Jemen nach Moccha

 

Vorerst wurde der „Bunn“, wie der Kaffee genannt wurde nur in kleinen Mengen in Äthiopien angebaut und die Blätter und Beeren wurden mit kochendem Wasser zu einem Tee aufgegossen. Die Bohnen wurden vermahlen und mit Tierfett zu einer energiereichen Zwischenmahlzeit zubereitet. Aus dem Fruchtfleisch wurde durch vergären ein Wein hergestellt. Aus den gerösteten Kirschschalen wurde ein süßliches Gebräu namens „Qishr“ (Kisher) zubereitet. Erst im 16.Jhdt hat jemand die Bohnen geröstet, gemahlen und einen Aufguss zubereitet – so entstand die erste Zubereitung wie wir sie heute kennen. Von Äthiopien aus - der Wiege der Menschheit und auch des Kaffees – war es nur eine Frage der Zeit bis über den schmalen Streifen des Roten Meeres Kaffee seinen Siegeszug über den Jemen antrat. Die Araber verfielen dem Getränk und Mohammed soll erklärt haben, dass er nach dem Genuss von „Qahwa“ wie die Araber das Getränk nannten, „40 Männer vom Pferde reißen und vierzig Frauen beglücken konnte“.

 

Osmanen erkannten die positive Wirkung

 

Bald erreichte Kaffee die Türkei und die stimulierende Wirkung war äußerst beliebt. Kaffee wurde bereits damals in der Türkei in den kleinen Kupferkännchen „Ibrik“ zubereitet der dreimal zum Aufkochen gebracht wurde bevor der dickflüssige Trank serviert wurde. In den öffentlichen Kaffeeschenken wurde, angeregt geplaudert, gedichtet, einfach amüsiert oder Geschäfte abgeschlossen.
In der Türkei gewann das Getränk derart hohe Bedeutung, dass das Fehlen von Kaffee oder das Verweigern von Kaffeegenuss des Mannes eine Frau dazu berechtigt die Scheidung zu verlangen. Im Allgemeinen wurde Kaffee über die Hafenstadt Moccha Kaffee nach Triest und Europa verschifft und der Name Mocca (des Verschiffungshafens) wurde als Bezeichnung für Kaffee bis heute geprägt. Die niederländische Ostindischen Kompanie kultivierte im Jahre 1616 in Ceylon (Sri Lanka), Java, Sumatra, Celebes und Bali. Diese Anbaugebiete wurden weltweit unter der Bezeichnung „Java-Kaffee“ gehandelt. So wurde „Mocca“ und „Java“ zu den berühmtesten und beliebtesten Kaffeesorten. Diese Bezeichnung sind vor allem in Europa und Amerika zu dem Inbegriff für hochwertigen Kaffee geworden. Diese Namensgebungen haben sich im Laufe der Zeit gewandelt und so bedeutet heute „Mocca“ - kleiner kräftiger schwarzer Espresso.

 

Siegezug vom Orient in den Okzident

 

In der ersten Hälfte des 17.Jhdt war Kaffee in Europa zwar nicht mehr unbekannt, jedoch wenn dann hauptsächlich ein Getränk der Oberschicht. Ab 1650 wurde Kaffee in Italien von Straßenverkäufern, die Limonade, Alkohol, Kakao und nun auch flüssigen Kaffee darboten. Im Jahre 1683 eröffnete Italiens erstes „Caffé“ in Venedig als Wien gerade von den Türken zum zweiten Mal belagert wurde. Die Türken ließen 500 riesige Säcke nach der Befreiung durch die polnischen Truppen zurück. Die Wiener hielten die gelblich-türkisen Bohnen für Kamelfutter und begannen die Bohnen zu verbrennen. Kolschitzky, der viele Jahre in Arabien gelebt hatte erkannte den Geruch und griff ein, da er den Kaffee retten wollte. Kolschitzky eröffnete bald das erste Wiener Café, die „Blaue Flasche“ und Kolschitzky war der Erste, der den Sud ausfilterte und mit Milch den Kaffee für die Österreicher bekömmlicher zu machen. 1686 öffnete das erste Kaffeehaus in Frankreich seine Pforten. Das bis heute bekannte „Café Procope“ in Paris, das im folgenden Jahrhundert bekannte Persönlichkeiten wie Voltair, Rousseau, Diderot und Benjamin Franklin anzog. Bereits 1721 gab es in fast allen großen deutschen Städten Kaffeehäuser doch viele Ärzte warnten vor Todgeburten und Unfruchtbarkeit. Als humorvolle Antwort Johann Sebastian Bachs schrieb er die bekannte „Kaffeekantate“. Bereits 1650 eröffnete Jacobs (eine Namensgleichheit mit dem Kaffeeröster Jacobs) ein libanesischer Jude das Kaffeehaus „für einige, die Freude am Neuen haben“. In London wurde Kaffee dermaßen beliebt, dass es bereits um 1700 über 2000 Kaffeehäuser gab. Es ist eine Ironie der Geschichte, dass die Briten ab 1730 vom Kaffee immer mehr abgekommen sind. Kaffeehäuser wurden in private Herrenclubs oder Gaststätten umgewandelt und die neuen öffentlichen Teegärten wurden etabliert. Durch die Eroberung Indiens durch die Briten war Tee billiger und „die ehrenwerte Britische Ostindische Kompanie“ vertrieb Tee als Monopol. Tee war leichter zu verarbeiten, konnte länger ohne Qualitätsverlust gelagert werden und die Briten haben niemals richtig gelernt Kaffee richtig zuzubereiten.

 


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